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Sieben Kriegslieder von Max. von Schenkendorff und Friedrich Baron de la Motte Fouqué. [engl. Linie> [Großherzogskrone über den ineinander verschlungenen Buchstaben C. F.> [engl. Linie> / 1813.

 

 

 

Sieben / Kriegslieder / von / Max. von Schenkendorff / und / Friedrich Baron de la Motte Fouqué. / [engl. Linie> / [Großherzogskrone über den ineinander verschlungenen Buchstaben C. F.> / [engl. Linie> / 1813.

 

Auf S. 16 unten der Vermerk:

 

Nach dem Original -Manuscripte der Verfasser / abgedruckt. /

 

 

 

Hier der vollständige Text:

 

 

 

 

 

Sieben

 

 

 

Kriegslieder

 

 

 

von

 

 

 

Max. von Schenkendorff

 

 

 

und

 

 

 

Friedrich Baron de la Motte Fouqué.

 

 

 

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[Vignette: Krone über den ineinandergeschlungenen Initialen CF]

 

 

 

 

 

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1813.

 

 

 

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[2]

 

[vakat]

 

 

 

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3

 

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I.

 

 

 

Lobgesang

 

 

 

nach der Schlacht bei Leipzig.

 

 

 

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  Herr Gott dich loben wir,

 

Herr Gott wir danken dir!

 

Es schallt der Freien Lobgesang

 

Vom Aufgang bis zum Niedergang:

 

Wir fochten mit dem Engelheer,

 

Wir Alle dienten deiner Ehr,

 

Mit Cherubim und Seraphim

 

Singt nun der freien Menschen Stimm’!

 

Heilig ist unser Gott!

 

Heilig ist unser Gott!

 

Heilig ist unser Gott!

 

Der Heeresschaaren Gott!

 

Weit über die Gedanken, weit

 

Gieng deine Macht und Herrlichkeit,

 

Nicht unser Arm, nicht unser Arm,

 

Dein Schrecken schlug der Feinde Schwarm.

 

Wir fochten zwar mit frischem Muth,

 

Wir gaben treulich Leib und Blut,

 

Du aber hast die Christenheit

 

 

 

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4

 

--

 

 

 

Zu rechter Zeit und Stund befreit,

 

Des Drängers volle Schaale sank,

 

Als ihm ins Ohr dein Donner klang;

 

Nun liegen wir im Staube hier,

 

Herr Gott, Herr Gott, wir danken Dir.

 

 

 

  Das ganze Deutschland weint und lacht,

 

Die Freiheit ist ihm wiederbracht,

 

Wofür der Herr am Kreuze starb;

 

Was uns der Väter Kraft erwarb,

 

Das haben wir, das halten wir;

 

Herr Jesu Christ, wir danken Dir!

 

Wir wollen ewig dich erhöhn,

 

Daß wir den großen Tag gesehn,

 

Dich Tag der Sühne, Tag des Herrn,

 

Wie feurig schien dein Morgenstern!

 

 

 

  Im Himmel ist gar große Freud’,

 

Die Märtyrer im weißen Kleid,

 

Wer je für Recht und Glauben fiel,

 

Der edlen Winfelds Kämpfer viel,

 

Die Kaiser aus dem Schwabenland

 

Erheben Gottes Wunderhand,

 

Wer Otto je und Heinrich hieß,

 

Erfreut sich noch im Paradies.

 

 

 

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5

 

--

 

 

 

Du gabst uns ja dies schöne Land,

 

Das liebe deutsche Vaterland,

 

Du gabst uns ja den freien Muth,

 

Erhalt auch rein das deutsche Blut.

 

Der Lüge fern, der Gleisnerei,

 

Einfältig laß’ uns still und treu!

 

Im Staube Fürst und Unterthan,

 

Herr Gott, Herr Gott, wir beten an,

 

Du bist uns Hülfe, Trost und Licht,

 

Man raubet uns die Freiheit nicht.

 

Amen!

 

 

 

  Schenkendorff.

 

 

 

--

 

 

 

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6

 

--

 

 

 

2.

 

 

 

Preußisches Marschlied, im Octbr. 1813.

 

 

 

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  Frisch auf, du lieber Vater Kleist !

 

Ist Kampf nun wieder da?

 

Wir thun froh, was du uns heißt,

 

Das giebt Victoria.

 

 

 

  Du reitest freundlich, ernst und still

 

An der Colonne hin,

 

Erwägst, was unser Herrgott will,

 

In deinem starken Sinn.

 

 

 

  Dann bricht’s in Heldenthaten aus,

 

In manchen schönen Sieg,

 

Und schirmt der Brüder Hof uns Haus,

 

Vor Flamm’, und Noth, und Krieg.

 

 

 

  Wie gieng’s bei Arbissau, mein Held!

 

Da schlugst du wie ein Blitz,

 

Das sah mit Lust vom Himmelszelt

 

Gewiß der alte Fritz

 

 

 

  Das sah dein großer Vater auch,

 

Der oft die nahen Höh’n

 

Gefüllt mit heißem Schlachtenrauch

 

Und frohem Siegsgetön.

 

 

 

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7

 

--

 

 

 

  Ach, mächt’ger Gott! wie denken wir,

 

In rühmlicher Gefahr,

 

So gern als tapfre Enkel hier

 

Der großen sieben Jahr

 

Krieg, siebenjähriger

 

 

 

  Gott gab uns Kraft, Gott gab uns Muth,

 

Und wir erröthen nicht,

 

Wenn von der Väter Heldenblut

 

Zu uns die Sage spricht!

 

 

 

  Ja, fröhlicher noch dringen wir,

 

Hinan an unsern Feind;

 

Sind wir, mein Oestreich, ja mit dir,

 

Zu deutschem Bund vereint!

 

 

 

  Und Jenen war ihr treues Herz,

 

Oft recht gewaltig schwer,

 

Wenn gegen Deutsche flog das Erz.

 

Gottlob, das gilt nicht mehr!

 

 

 

  Damals sang noch der alte Gleim;

 

In seiner Kriegsmanier

 

Versucht ein Kam’rad diesen Reim;

 

Die Weis’ erfindet Ihr.

 

 

 

  Und Brüder, Eine Bitte singt

 

Dem Vater Kleist mir zu,

 

Daß er nicht selbst so vorwärts dringt,

 

Es uns zu Liebe thu’.

 

 

 

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8

 

--

 

 

 

  Singt: lieber tapfrer Vater Kleist,

 

Bezwing den raschen Muth,

 

Du bist ja unser Schaaren Geist,

 

Bist unser Lebensblut.

 

 

 

  Streck du nur weit uns erst voran

 

Als deinen starken Arm,

 

Und wart’ bis der sein Recht gethan,

 

Dem frechen Feindesschwarm.

 

 

 

  Du sollst durch Rauch und Schlachtgedrön

 

Auf blut’gen Thalesau’n,

 

Uns, wie ein Adler in den Höh’n,

 

Sieglenkend überschau’n.

 

 

 

  Gewährst du’s, lieber Vater Kleist,

 

Mich dünkt, wir bitten recht;

 

Dann sollst du seh’n, noch freud’ger reißt

 

Sich jeder in’s Gefecht.

 

 

 

  Fouqué.

 

 

 

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9

 

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3.

 

 

 

Soldaten=Morgenlied.

 

 

 

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              Mel. Auf auf zum frohen u. s. w.

 

 

 

  Erhebt euch von der Erde,

 

Ihr Schläfer aus der Ruh,

 

Schon wiehern uns die Pferde

 

Den guten Morgen zu.

 

Die lieben Waffen glänzen

 

So hell im Morgenroth,

 

Man träumt von Siegeskränzen

 

Man denkt auch an den Tod.

 

 

 

  Laut schallen die Trompeten

 

Von Bergen und im Thal,

 

Uns dünkt es Ton der Flöten

 

Beim frohen Hochzeitmal.

 

Ein Liebchen sehn wir winken

 

Mit Blicken ernst und traut,

 

Wir kommen, ha, wir sinken,

 

Dein Bett ist kalt, o Braut!

 

 

 

  Du reicher Gott in Gnaden,

 

Schau her vom blauen Zelt,

 

Du selbst hast uns geladen

 

 

 

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10

 

--

 

 

 

In dieses Waffenfeld.

 

Laß uns vor dir bestehen,

 

Und gieb uns heute Sieg!

 

Die Christenbanner wehen,

 

Dein ist, o Herr! der Krieg.

 

 

 

  Ein Morgen soll noch kommen,

 

Ein Morgen mild und klar,

 

Sein harren alle Frommen,

 

Ihn schaut der Engelschaar;

 

Bald scheint er sonder Hülle

 

Auf jeden deutschen Mann.

 

O brich, du Tag der Fülle,

 

Du Freiheitstag, brich an.

 

 

 

  Dann Klang von allen Thürmen,

 

Und Klang aus jeder Brust,

 

Und Ruhe nach den Stürmen,

 

Und Lieb und Lebenslust,

 

Es schallt auf allen Wegen

 

Ein frohes Siegsgeschrei,

 

Und wir - ihr wackern Degen -

 

Wir waren auch dabei!

 

 

 

                          Schenkendorff.

 

 

 

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11

 

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4.

 

 

 

Auf Wilhelm von Röder’s Tod.

 

 

 

(Major im Königl. Preußischen Generalstabe, geblieben bei

 

Kulm, am 30. August 1813.)

 

 

 

---

 

 

 

  Es ritt vielleicht so froh wie er

 

Kein Einz’ger in die Schlacht,

 

Und hat so ernst doch kaum noch wer

 

An Gott und Tod gedacht.

 

 

 

  Und auch so lieb an Kind und Weib,

 

Und an die schöne Welt,

 

Und gab so willig Blut und Leib,

 

Ein rechter Christenheld.

 

 

 

  Drum sandte Gott im Siegeskampf

 

Ihm milde Boten zu;

 

Die lächelten durch Pulverdampf,

 

Da war die ew’ge Ruh’.

 

 

 

  Hab gute Nacht, du lieber Freund,

 

Du Himmelsbürger nun.

 

Ihr, die noch wacht, frisch in den Feind!

 

An Euch kommt’s auch, zu ruhn.

 

 

 

Fouqué.

 

 

 

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12

 

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5.

 

 

 

Ronzevall.

 

 

 

---

 

 

 

              Mel. God save the King etc.

 

 

 

  Singet von Roncevall

 

Brüder, im Jubelschall

 

Singet ein Lied.

 

Freudiger Helden=Speer

 

Hob sich aus wildem Meer;

 

Mächtiges Franzenheer

 

Scheut sich und flieht.

 

 

 

  Preis dir, o Wellington,

 

Trugst einen Kranz davon

 

Blutig und roth.

 

Schlugest im Heldenspiel,

 

Schlugest wo Roland fiel,

 

Schlugest der Franzen viel

 

Blutig und todt.

 

 

 

  Heil dir, du wackrer Lord,

 

Heißest nun Freiheits=Hort -

 

Degen - und - Schild.

 

Schalle doch Rolands Horn,

 

Wenn deines Lebens Born,

 

Herrlicher  heißer Sporn,

 

Munter nur quillt.

 

 

 

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13

 

--

 

 

 

  Wo die Orangen blüh’n,

 

Heißer die Weine glüh’n,

 

Ruhest du nun.

 

Maurisches Königschor,

 

Spanischen Adels Flor,

 

Tanzender Mädchen Chor

 

Preisen dein Thun.

 

 

 

  Kek in das Meer gesät,

 

Prangest im Blumenbeet,

 

Sonnig im Licht.

 

Schiffer auf mächt’gem Floß,

 

Reuter auf schnellem Roß,

 

Reiter

 

Schützen und schwer Geschoß

 

Stürmen es nicht.

 

 

 

  Hohe Brittania!

 

Sicher im Meere da

 

Throne du nur,

 

Ewig, du Freiheitswall,

 

Preise dich Liederschall,

 

Klinge von Ronzevall

 

Und Azincourt!

 

 

 

                          Schenkendorff.

 

 

 

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14

 

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6.

 

 

 

Die Himmelslichter.

 

 

 

---

 

 

 

              Mel. Willkommen o seeliger Abend.

 

 

 

  Zwei Sterne, die strahlen vom Himmel

 

Dem sterblichen Auge zwar nicht,

 

Doch künden durch’s Kriegsgewimmel

 

Den Seelen sie göttliches Licht.

 

 

 

  Einst saht Ihr auf Erden sie leuchten

 

evtl. Königin Luise ?

 

Im milden, im freundlichen Blau,

 

Doch leider sie oft auch befeuchten

 

Vom Kummer der herrlichsten Frau.

 

 

 

  Wer schwur da nicht glühend im Herzen:

 

„Läßt Gott mir die Klinge zur Hand,

 

So räch’ ich, so lös’ ich die Schmerzen,

 

So rett’ ich das heimische Land!“

 

 

 

  Ihr Brüder, die Stund ist gekommen,

 

Nun grabet dem Elend ein Grab.

 

Euch winken unsterblich entglommen,

 

Die freundlichen Lichter herab.

 

 

 

  Was nicht Euch auf Erden mehr funkelt,

 

Das funkelt im himmlischen Saal;

 

Wen rühmlich das Sterben umdunkelt,

 

Der naht sich dem seeligen Strahl.

 

 

 

  Fouqué.

 

 

 

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15

 

--

 

 

 

7.

 

 

 

An Napoleon.

 

 

 

---

 

 

 

  Sahst du im schönen Wartburgsthal

 

Der Siechen und der Wunden Qual?

 

Sahst du Geschütz und Pulverwagen,

 

Die Straße sperrend fast, zerschlagen,

 

Und Roß an Roß dahin gestreckt,

 

Und Todte halb mit Schlamm bedeckt? -

 

Da riefst du wohl: „die führt’ ich her,

 

Das war mein Volk, das war mein Heer!“ -

 

Nein, flüchtend reißt dein wilder Lauf

 

Dich rasch dem flücht’gen Heer vorauf,

 

Daß fern sie hinter dir erbleichen

 

Zu Leichen!

 

 

 

  Ach Kaiser, Kaiser, nicht mit Gott,

 

Dem großen Feldherrn, treibe Spott!

 

Zweimal nun hat sein starker Arm

 

Getroffen dich und deinen Schwarm,

 

O wag es nicht zum drittenmale,

 

Denn immer höher steigt die Schale,

 

Fliegt über alle Sterne fort,

 

Und hörbar wird des Herren Wort:

 

„Ich strahl’, ich schau’ im ew’gen Lichte,

 

Und richte!“

 

 

 

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16

 

--

 

 

 

  Und Träume schickt er furchtbar aus,

 

Die schweben in dein goldnes Haus,

 

Die reihen sich, die drängen sich

 

Wohl um dein Bette schauerlich,

 

Und machen gar entsetzlich nach

 

der unbegrab’nen Leichen Schmach,

 

Das einzeln liegende Gebein,

 

Zerrißner Krieger Jammerschrei’n,

 

Der Todten offen starres Aug’ -

 

Ich zittre, Kaiser, du wohl auch?

 

Du nicht? - So schenke Gott Erbarmen,

 

Dir Armen! -

 

 

 

Fouqué.

 

 

 

 

 

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Nach dem Original = Manuscripte der Verfasser

 

abgedruckt.

 

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1803-02-27: Jung-Stilling schreibt nach England an Steinkopf.

„Translation of a Letter from / Professor Young, in Mar- / bourgh, dated Feb. 27, 1803, / to the Directors of the. Reli- / gious Tract Society. / Honoured Brethren, / and dearly beloved in our adorable / Redeemer Jesus Christ ! 

Your favour of the 30th of / September, 1802, together with the / valuable books which accompanied / it, has been duly received ; and I / beg leave to assure you, that, for a / long time, nothing has given me / such a lively and sincere pleasure as / that letter and those books. Bless- / ed be the Lord, who causeth his / vivifying Spirit to move round / the globe, from Kentucky to Ota- / heite, and from Greenland to the / Cape of Good Hope ! and praised / be his holy name, that, in many / places, he raises up men who exert / themselves with zeal and fidelity / in the cause of the kingdom of God, / and unite together for his service ! / His name be likewise extolled for / this, that his providence has di- / rected you to me, and me to you ! / May our union resemble a grain of / mustard - seed, growing up to a / spreading and salutary plant ! – / “ Hallowed be his name ! ” 

As to myself, it is my earnest / wish to devote myself, with un- / wearied activity, to the advance- / ment of the kingdom of God ; but, / alas ! my hands are tied in a variety / of ways. From my very infancy / I have felt a strong impulse to live / and labour only tor the Lord ; but / hitherto it has not pleased him to / release me from those duties upon / which both I and a numerous fa- / mily have to depend for support.

My dear, brother Steinkopfft [sic; Steinkopf] can / inform you of the wonderful deal- / ings of Providence with me ; and I / have reason to think, that my life, / which I have published under the / title of “ Henry Stilling’s Youth, / Travels, and Domestic Life;” as / also other publications of mine, if / they were translated into English, / would produce very good effects in / England, as they have done in Ger- / many ; and would fully convince many of the particular providence / of God.

I was born in the year 1740, in a / solitary village of the principality / of Nassausiegen. My forefathers / were poor, but pious peasants, and / colliers. My father, who was a / tailor and schoolmaster, gave me / a careful and strict education ; and / devoted me from my infancy to the / Lord. I followed the employments / of my father till my twenty-third / year ; and had already then many / heavy trials to endure. The ta- / lents which God had given me, / soon urged me on to improve my- / self; so that during that time, I / made considerable progress in ma- / thematics, history, geography, the / Latin language, &c. At length, / I could hold out no longer in my / native country, but took up my / staff and went into the duchy of / Berg ; where, after having spent a / twelvemonth under very trying cir- / cumstances, I obtained a situation / with a rich ironmonger, as teacher / to his family, and assistant in his / business. During the seven years / I spent there, I learned the mercan- / tile business, the French, Greek, / and Hebrew languages ; and, I may / say, ransacked every corner of Phi- / losophy, Ascetics, and Poetry : / I perused the English works on / Ascetics and Theology ; and made / myself also acquainted with French / literature. At last, through the / providence of God, it so happened, / that a renowned oculist left me, by / will, his arcana (private recipes). / Upon this, I began to practise as / an oculist; and went, in the year / 1770, in the thirtieth year of my / age, without money, and without / tlve least prospect of getting any, / to Strasburgh, in order to study Phy- / sic. Here I must refer you to Stil- / ling’s Life, for the remarkable and / wonderful interpositions of God in / my behalf.

In 1772, I returned to the duchy / of Berg, as Doctor of Physic. / There I married, in a very singu- / lar manner, the sickly daughter of / a pious tradesman, who had no / more fortune than I had ; but re- / lied, with the same confidence, on / the assistance of God. We then / moved to Elberfeld, where I prac- / tised as a physician ; but as it would / be too tedious for my present pur- / pose to enumerate the variety of / heavy trials which I again expe- / perienced there for seven years, and / the extraordinary help and repeated / deliverance vouchsafed me by my / heavenly Conductor, I must again / refer you to Stilling’s Life. 

In 1778, the Lord was pleased to / deliver me out of this fiery furnace; / and I received a call as Professor of / Husbandry, Manufactures, and / Commerce in the newly-established / College at Kaiserslautern, in the / Palatinate. Here my annual salary / was about 6ol. sterling ; but I had / contracted a debt of 400l. at Elber- / feld, and my heavenly Refiner con- / tinued to try me still more ; so that / I was under the necessity of going / still deeper into debt. After spend- / ing nine years in the married state, / under very trying circumstances, it / pleased God to deprive me of my / dear and pious partner, who left / me with two young children ; so / that after a suitable time, I was / obliged to marry again. My second / wife had likewise no fortune ; but / she possessed remarkable talents for / housekeeping : so that now I could / every year pay off some part of my / debt ; and my sufferings began to / diminish.

In 1784, the college was removed / from Kaiserslautern to Heidelberg ; / whither I of course moved likewise. / At length the Landgrave of Hesse / Cassel called me hither to Mar- / burg, as Professor of Politics, with / a salary of 1200 dollars (equal to / 200l.)

In 1787 I came hither; and in / 1790 my second wife died ; and my / children being still young, I was / constrained to marry a third time ; / and am now very happy in my mar- / riage.

I have published a great number / of treatises on Political Economy, / and several moral romances; but / since the year 1792, a great change / has taken place in my sphere of / action. The French Revolution, / with its consequences, and the suc- / ceeding war in Germany, made a / deep impression on my mind. I / thought there was reason to con- / clude from the Scriptures, that the / last great contest was commencing, / and the comming of the Lord to his / church at no great distance ; and / now that desire to devote myself / wholly to the service of the Lord / and his kingdom, and to live and / die for him, which had laindormant / within me from my youth, was / roused into activity. In the follow- / ing years I published a work in / five volumes, entitled, Heimweh / (Longing to be at Home). This / book excited uncommon attention : / many hundred copies found their / way to America ; many to Den- / mark, Sweden, and Russia ; and / it was generally read throughout all / the provinces of Germany. Being / now called upon from all quarters / to devote myself and my talents to- / the service of religion, I began / from that time to publish a periodi- / cal work, entitled, Der Graue / Mann (The Hoary Man) ; which / comes out every half-year. Soon / after, I wrote an explanation of / the Revelation of St. John, en- / titled, “ The History of the Tri- / umph of the Christian Religion,” / which had likewise an unexpected / sale; so that in the first year a se- / cond edition was called for. This / book is also much read in America, / where “ The Hoary Man” is now / printing, from time to time, in a / German newspaper. To this I / must add, the remarkable blessing / which the Lord lays on my prac- / tice as oculist; and particularly / on my operations for the cataract, / having already operated on 1300 / blind patients ; and, in the vaca- / tions, I am always called upon to / travel into distant parts to attend / the blind. Next Easter-vacation, / I am engaged to travel into Saxony / and Upper Lusatia. These jour- / nies make me more known, and af- / ford me opportunities to edify my- / self, and to strengthen the hands / of others.

But all these various circum- / stances occasion a severe conflict in / my mind. The Lord has brought / me, without my seeking it, into a / sphere of religious activity, and / blessed my services in an abundant / measure; but my extensive corres- / pondence and labours as an author, / take up so much of my time, that / it is with difficulty I can fulfil the / duties of my professorship ; which, / however, ought to be my first ob- / ject, as I receive a salary for it. / On the other hand, I cannot relax / in my religious labours; not only / because they are continually de- / manded of me, but because I feel a / strong impulse in my own heart to / labour in that line. Moreover, all / the leadings of Providence with me, / from my youth, seem evidently to / mark me out as a witness of the / truth in these last times; and in / particular, to direct my labours for / the promotion of union among the / awakened of every denomination, / that when the Lord comes, he may / find only one flock. On this ac- / count I belong to no party ; but / cultivate a brotherly fellowship / with all. As to my external pro- / fession, it is that of thie Reformed / Church ; which, in England, is / called the Presbyterian; but my / principles approach nearest to those / of the late Mr. Wesley.

I might, indeed, at once get rid / of the difficulties under which I / struggle, by resigning my office ; / but prudence forbids that, as I / should thereby put both myself and / family out of bread ; besides that, / my wife would then be unprovided / for, in case of her outliving me. / There is, therefore, nothing left for / me to do, but patiently to hold out / till the Lord himself shall help / me ; and this I am persuaded he / will do, and not leave me just when / his views toward me are unfolded.

You may, perhaps, think that I / might live by my practice as an  / oculist ; but that is out of the / question, as I lie under an oblige- / tion to serve the poor gratis with / this talent ; and likewise to demand / nothing from the rich, but to be / contented with what they give me / of their own accord. – Amidst all, / I trust, with unshaken confidence / in the Lord ; and firmly believe that / he will support and help me.

Excuse me, dearly beloved bre- / thren, that I trouble you with so / circumstantial a letter; but it ap- / peared to me absolutely necessary / that you should have a thorough / knowledge of my situation, if you / and I are to join hand in hand in / labouring for the Lord and his / kingdom.

To conclude, I must request you / not to interpret any thing that I / have said in this letter concerning / myself, as proceeding from pride or / vanity ;– God forbid ! Roasting in / least becoming me of all men ; for / the Lord chuses the weakest, the / most wretched and abandoned / among men for his instruments, / that he alone may have all the / honour and glory. I dare not de- / scribe to you how wretched I feel / myself, lest I should appear to / make a shew of humility.

From all the above, you will / form an idea of my principles and / situation. As soon as it shall please / the Lord to release me from my / post in the college, so as to enable / me to spend all my time and strength / for him alone, I shall most gladly / join hands with you, to labour for / the great prize. Nevertheless, I / shall still continue to publish “ The / Hoary Man,” of which I have just / finished the thirteenth Number, / wherein the venerable Tract So- / ciety, with its great and glorious / object, is strongly and earnestly / recommended to all German Chri- / tians.

Year kind offer, dear brethren, / to assist us, in case of need, with / money, deserves our warmest / thanks ; but we will first endeavour / to do what we can ourselves, before / we have recourse to your assist- / ance, and become burdensome to / you. Meanwhile, we beg the sup- / port of your prayers and blessings.

Germany is the principal seat of / Christendom. Here the greatest / Christian Prince resides ; here it is / that the chief parties, both in phi- / losophy and religion, arose ; and / here, on the other hand, is likewise / the chief seat of Infidelity and / Apostacy from Christ. You would / scarcely believe, to what lengths / people have proceeded. In the / Prussian and Saxon states, they / preach boldly from the pulpits, / that to worship Christ is idolatry ; / and that the redemption of sinners, / by his sufferings and death, is no- / thing but old superstition. Dread- / ful indeed ! Here and there a mi- / nister is still to be met with who / reaches the truth ; but their num- / ber decrease’s more and more ; and / the apostacy so plainly foretold by / the apostle Paul, rushes in like a / torrent, breaking through all the / banks; but God will protect his / little flock, and will deliver and / preserve us. Here, in Germany, / the beast will soon arise out of the / earth, and make common cause / with the Man of Sin (the beast out / of the bottomless pit). – May the / I.ord help us ! that we may be / found faithful, boldly testifying of / the truth, and patiently enduring / unto death, that so we may obtain / the crown of life. It would, doubt- / less, be a great advantage, if true / Christians, in England and Ger- / many, would join hand in hand and / labour in fellowship ; and if the / German Tracts for edification were / extensively circulated in England, / and the English Tracts in Gcr- / many ; by this means, our prayers, / in behalf of each other, would be / more extended and more effectual, / and the work of God be powerfully / promoted.

May the Spirit of our Lord Jesus / Christ transform you, beloved bre- / thren, more and more into his / image, from glory to glory ! May / he work mightily in you and thro* / you, to the salvation of many souls / and to eternal life ! In him and / through him, I am to eternity,

your affectionate Brother,

Johan Heinrich Jung, M. D. / (English, Young) / Counsellor of Court and Professor /

 

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